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Schirmherrin Lamya Kaddor zu Gast in Solingen

Ein bunt gemischtes Publikum von etwa 100 Schüler*innen und Erwachsenen wartete am Donnerstag Abend in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule gespannt auf die Autorin Lamya Kaddor. Die Schirmherrin des zukünftigen Betty-Reis-Buchpreises las aus ihrer Biographie „Die Sache mit der Bratwurst“. Mit viel Humor, aber durchaus ernsthaft, brachte sie dem Publikum anhand kleiner Anekdoten näher, was es bedeutete als Kind syrischer Eltern in Deutschland aufzuwachsen, sich als „anders“ wahrzunehmen und von der Schule zum Sonderfall erklärt zu werden, obwohl man sich selber als völlig normal empfindet. Aus dem „Ausländerkind“, das man aus Unkenntnis in den 1980er Jahren einfach in den Türkisch-Unterricht gesetzt hatte, wurde eine Islamwissenschaftlerin, die als Religionspädagogin an einer Dinslakener Schule unterrichtete.  „Wenn ich gefragt werde, wie schaffen Sie das so zwischen den Welten zu wechseln, dann weiß ich eigentlich nicht, was diese Leute meinen. Für mich ist das alles eine Welt und das ist gut so.“

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Lesung mit Lamya Kaddor

Der Schulverein der Geschwister-Scholl-Schule e.V. und die Betty-Reis-Gesellschaft laden zu einer Begegnung mit der Schirmherrin des zukünftigen Betty-Reis-Buchpreises ein. Lamya Kaddor, die als Kind mit ihren Eltern aus Syrien nach Deutschland kam, liest aus ihrer humorvollen Biographie „Die Sache mit der Bratwurst“. Über eine anschließende Podiumsdiskussion möchten wir auch mit dem Publikum ins Gespräch kommen und fragen, wie Bücher Welten öffnen und Kinder und Jugendliche bei ihrer Identitätsfindung unterstützen und bereichern. [Weiterlesen]

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Gedenkstunde für Betty Reis

Die Geschwister-Scholl-Schule hat der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung in der Stadtkirche Ohligs stand Betty Reis, die 1938 die Pogromnacht in Solingen erlebte und 1944 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet wurde. Olaf Link von der Solinger Betty-Reis-Gesellschaft berichtete von der Arbeit der 2017 gegründeten Gesellschaft. Ebenfalls dabei waren Vertreter aus Betty Reis’ Heimatstadt Wassenberg, darunter Schüler der dortigen Betty-Reis-Gesamtschule.

Beim Weiße-Rose-Tag am 22. Februar werden sich Schüler der „Scholle“ damit beschäftigen, wie man gegen Rassismus und Ausgrenzung, für Toleranz und Zivilcourage auftreten könne, teilte Lehrer Patrick Kiesecker mit.

 

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„Es lebe die Freiheit!“

Hans Scholl, Bodendenkmal vor der LMU München. Foto: Daniela Tobias

„Es lebe die Freiheit!“ Das war der letzte Ausruf von Hans Scholl vor seiner Hinrichtung. Er zeigt eindrucksvoll die Macht der Worte, die weiterleben und trotz allem ihre Freiheit behaupten. 100 Jahre alt wäre der damalige Medizinstudent am 22. September 2018 geworden. Er, seine Schwester und seine Mitstreiter von der Weißen Rose, die – sicher nicht furchtlos, aber mutig – Widerstand gegen die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus leisteten und dafür mit ihrem Leben zahlten, werden heute oft zitiert. Leider auch von solchen Kräften, die sich als verfolgter Widerstand gerieren, aber nichts anderes als einen Umsturz der parlamentarischen Demokratie im Sinn haben, die sie als schwach verachten.

Bücher, die mit Worten eindringlich, eindeutig und emphatisch für Menschlichkeit werben, die Begriffe wie Frieden, Freiheit und Toleranz in lebendige Geschichten verwandeln, die Mut machen und in das eigene Leben hineinwachsen, Kindern und Jugendlichen das Rüstzeug für die Herausforderungen des Lebens mitgeben, solche Bücher hat die Betty-Reis-Gesellschaft jetzt zusammen mit dem Schulverein der Geschwister-Scholl-Schule gespendet. [Weiterlesen]

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Bücher für die Menschlichkeit

Zum 100. Geburtstag von Hans Scholl werden der Schulverein der Geschwister-Scholl-Schule e.V. und die Betty-Reis-Gesellschaft Bücher für Kinder und Jugendliche im Wert von 1000 Euro spenden, die das Verständnis für Frieden, Freiheit und Toleranz fördern. Sie werden bis November in der Stadtbibliothek ausgestellt und dann von den Schulvereinen der Grundschule Bogenstraße und der Geschwister-Scholl-Schule in den dortigen Schulbibliotheken zur pädagogischen Arbeit genutzt.

Damit stellt sich die Betty-Reis-Gesellschaft der Öffentlichkeit vor. Die Auswahl der gespendeten Bücher soll zeigen, welche Ziele mit dem zukünftigen Betty-Reis-Buchpreis verfolgt werden. Als Beispiel wird der Autor Rüdiger Bertram aus seinem Jugendroman „Der Pfad“ lesen. [Weiterlesen]

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Besuch aus Wassenberg in Solingen

Empfang durch die Schulleiterin.

Nachdem Vertreter der Betty-Reis-Gesellschaft im November 2017 die Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg besucht hatten, fand am 8. Juni 2018 der Gegenbesuch in Solingen statt. Dr. Ludger Hermann, didaktischer Leiter der Schule und Theresa Buyel, die dort den Prozess zur Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ begleitet hatte, sowie Sepp Becker und Dr. Wolfgang Feix vom Heimatverein Wassenberg wurden am Vormittag von Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade an der Geschwister-Scholl-Schule begrüßt. [Weiterlesen]

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Erster Besuch in Wassenberg

Am 16. November 2017 waren Elke Mosebach-Garbade, Juliane Hilbricht, Patrick Kiesecker und Olaf Link in Wassenberg, dem Geburtsort von Betty Reis, wo wir von einer Vertretung der Betty-Reis-Gesamtschule sowie des örtlichen Heimatvereins sehr herzlich begrüßt worden sind.

Auf dem Jüdischen Friedhof Wassenberg. Foto: Elke Mosebach-Garbade

Nach einem ersten Kennenlernen führte uns Herr Sepp Becker, der Vorsitzende des Heimatvereins, durch die im Kreis Heinsberg, unweit der Grenze zu den Niederlanden gelegene Stadt, natürlich auf den Spuren von Betty Reis.

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Die Vereinsgründung

Am 16. Mai 2017 wurde an der Geschwister-Scholl-Schule in Solingen-Ohligs die Betty-Reis-Gesellschaft gegründet.

Der Vorstand der Betty-Reis-Gesellschaft mit dem ersten Vorsitzenden Olaf Link, Elke Mosebach-Garbade (2. Vorsitzende, l.) und Kassenwartin Juliane Hilbricht. Foto: Daniela Tobias

Jutta Schreiber-Lenz berichtete am 17. Mai 2017 fürs Solinger Tageblatt:

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