Betty-Reis-Buchpreis 2027 – Diese Bücher sind nominiert

Nach dem Buchpreis ist vor dem Buchpreis…

In diesem Jahr ging die Arbeit für die neue Jury, die Bücher-Checker der Grundschule Bogenstraße, sogar schon vorher los. Bereits kurz nach den Sommerferien haben die Schüler aus 27 vorgeschlagenen Büchern die Nominierten für die zweite Runde des Buchpreises auswählen. Dabei entschieden sie nach einem ansprechenden Cover und einer spannenden Zusammenfassung auf dem Buchrücken.

Wir wollen in diesem Jahr auch diesen Zwischenschritt öffentlich machen, weil wir in den letzten Jahren gemerkt haben, wie viele tolle Bücher eingereicht werden. Ihnen wollen wir jetzt ebenfalls Raum geben. Schauen Sie doch einfach mal rein.

Nominiert für den Betty-Reis-Buchpreis 2027 in der Kategorie „Kinderbuch“ sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • „Das Friedenstier – mit Stift und Flügeln für den Frieden“ von Sabine Kranz, Merle Goll und Friederike Ablang aus dem dtv-Verlag
  • „Geburtstag im Staubsauger“ von Ulrich Hub und Jörg Mühle aus dem Carlsen-Verlag
  • „Keine Panik. Wir stellen die Schule auf den Kopf“ von Ilona Einwohlt und Alexandra Junge aus dem Südpol-Verlag
  • „Knäckebrothelden“ von Judith Allert aus dem Carlsen-Verlag
  • „Prinzessin Floradora“ von Maja Illisch aus dem Arena-Verlag
  • „Trümmerkinder – wie wir die Nachkriegszeit erlebten“ von Frank Schwieger aus dem dtv-Verlag

Wir wünschen allen Nominierten viel Glück und der Jury gutes Gelingen bei ihrer Arbeit. Im Frühjahr wird die Entscheidung fallen.

Wir laden alle schon jetzt herzlich zur Preisverleihung am Donnerstag, den 17. Juni 2027, in die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Solingen ein.

Der Betty-Reis-Buchpreis 2026 geht an das Jugendbuch „Omni-X“

Die Jugend-Jury aus Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe der Geschwister-Scholl-Gesamtschule hat entschieden: der Jugendbuch-Preis 2026 der Betty-Reis-Gesellschaft geht an die Auorin Maike Harel für das Buch „Omni-X“, erschienen im Magellan-Verlag.

Die Preisverleihung findet am 8. Oktober 2026 um 18.00 Uhr im Forum der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Querstr. 42, 42699 Solingen statt.

Betty-Reis-Buchpreis 2025 für Kinderbuch „Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist“

Die Dritt- und Viertklässler*innen der BücherChecker AG an der Grundschule Bogenstraße haben entschieden: der Kinderbuch-Preis 2025 der Betty-Reis-Gesellschaft geht an die Auorin Iben Akerlie für das Buch „Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist“, erschienen im Oetinger-Verlag.

Die Preisverleihung findet am 24. Juni 2025 um 17.30 Uhr im Forum der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Querstr. 42, 42699 Solingen statt.

Betty-Reis-Buchpreis für Jugendroman „Weiße Tränen“

Kathrin Schrocke, Foto: Andreas Küster

Der Betty-Reis-Buchpreis 2024 in der Kategorie Jugendbuch geht an die in Essen lebende Autorin Kathrin Schrocke für Ihr 2023 erschienenes Buch „Weiße Tränen“. Sie trifft damit ihre jungen Leserinnen und Leser voll ins Herz, indem sie den normalen Alltag in einer Schule beschreibt: von Freundschaft und Liebe bis hin zu Fragen von Leben und Tod reichen die Erlebnisse von Lenni und Serkan, von Benjamin, Elif und den anderen aus der Theater-AG. Offene Anprangerung von Rassismus und weißen Privilegien, aber auch versteckte Szenen von Alltagsrassismus, die manchen überhaupt nicht auffallen, sensibilisieren für Diskriminierung , die doch jeden und jede betrifft.

Kathrin Schrocke hat die Jugend-Jury aus Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Solingen überzeugt, weil sie sich darin wiedergefunden haben, aber auch so manche Situation in ihren eigenen Klassen neu gesehen haben.

Wir freuen uns, Kathrin Schocke bei der Preisverleihung am 19. September 2024 um 18.00 Uhr im Forum der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Querstr. 42, 42699 Solingen, den Betty-Reis-Buchpreis persönlich überreichen zu können. Musikalisch gestaltet wird die Feier von Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und der Grundschule Bogenstraße in Solingen, die im neuen Schuljahr wieder die Preisträgerin oder den Preisträger des Kinderbuch-Preises 2025 bestimmen wird.

Buchcover „Weiße Tränen“, Foto: Mixtvision Verlag

Konzert mit Crazy Freilach

Auch die Betty-Reis-Gesellschaft will mit einer Veranstaltung an den Feierlichkeiten anlässlich 650 Jahre Stadtrechte Solingens teilnehmen und mittels Wort und Bild an jüdisches Leben in dieser Stadt erinnern. Zudem wird die in Leverkusen beheimatete Gruppe „Crazy Freilach“ Klezmermusik und jiddischen Gesang vortragen.

Der Besuch der Veranstaltung, die in Kooperation mit der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Querstraße 42, am Freitag, 28. Juni 2024, 18.00 Uhr, in deren Aula stattfindet, ist kostenfrei. Um eine Spende wird gebeten.

Foto: Crazy Freilach

BücherChecker sind von „Jolle und ich“ überzeugt

Bereits zum zweiten Mal sind Kinder aus der Grundschule Bogenstraße in die Rolle einer Literaturjury geschlüpft. Dazu haben Dritt- und Viertklässler*innen in der BücherChecker AG während der letzten vier Monate insgesamt acht Bücher gelesen und im Team besprochen. Es wurde sich darüber ausgetauscht, was in den Geschichten passiert und warum manch ein Buch eher überzeugt. Dabei gab es auch immer wieder kontroverse Diskussionen.

Am Ende waren letztlich alle BücherChecker überzeugt, dass in diesem Jahr das Buch „Jolle und ich. Der Tag an dem ein Pinguin bei uns einzog“ von Katja Frixe gewinnen muss!

Die Geschichte um einen sprechenden Pinguin, der eines Tages in Theas Garten aufkreuzt hat uns alle überzeugt. Schnell wird Theas Leben stark durcheinandergewirbelt, denn der Pinguin Jolle richtet sich bei ihr häuslich ein. So unterschiedlich die beiden doch sind werden sie beste Freunde und erleben das ein oder andere Abenteuer. Eine Geschichte, die auch deshalb überzeugt, weil sie kindgerecht erzählt, was es heißt sich für andere einzusetzen, Verschiedenartigkeit zu akzeptieren und sich durch Freundschaft zu verbinden.

Erste Preisverleihung

Nachdem die Verleihung des Betty-Reis-Buchpreises wegen der Corona-Pandemie in den letzten Jahren zweimal verschoben werden musste, konnten am 1. September 2022 endlich die inzwischen drei Preisträger*innen ausgezeichnet werden. Autorin Dagmar Hoßfeld, die im letzten Jahr für ihr Kinderbuch „Jella hat genug!“ von der Bücherchecker-AG der Grundschule Bogenstraße ausgewählt wurde, hatte leider gesundheitsbedingt absagen müssen, ebenso wie es Schirmherrin Lamya Kaddor kurzfristig „erwischt“ hatte.


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Die Bücher-Checker haben entschieden

Unter erschwerten Bedingungen, aber nicht weniger begeistert, trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Bogenstraße im Februar 2021 das erste Mal zur Jury-Sitzung, um die zweite Preisträgerin (es waren tatsächlich nur Autorinnen auf der Shortlist) des Betty-Reis-Buchpreises zu ermitteln. Schnell fanden die Drittklässler auch einen Namen für ihre Lese-AG: Die Bücher-Checker. Und das taten die Kinder dann auch: die fünf Bücher der Shortlist lesen und auf Herz und Nieren prüfen.

Die Kinder der Bücher-Checker-AG

Dazu trafen sich die Jungen und Mädchen jeden Dienstagnachmittag online mit Lehrer Marius Bruch und Stefanie Leo von der Betty-Reis-Gesellschaft. Die Kinder erzählten begeistert von den Büchern, in welchem Kapitel sie gerade steckten, lasen sich gegenseitig vor und entwarfen sogar einen eigenen Bewertungsbogen.

Ende Juni fand dann in Präsenz die finale Abstimmung zum Siegertitel statt:

Unsere Bücher-Checker AG des 3. Jahrgangs hat während des Schuljahres fleißig Bücher zum Thema Toleranz und Miteinander gelesen. In Kooperation mit der Betty-Reis-Gesellschaft haben wir dann in der letzten Woche vor den Ferien gemeinsam das Gewinnerbuch „Jella hat genug“ ausgezeichnet. Den Kindern hat besonders gefallen, dass es um ein starkes Mädchen geht, das gemeinsam mit ihren Freunden für eine saubere Erde kämpft.

Der Siegertitel: „Jella hat genug“ von Dagmar Hoßfeld, illustriert von Daniela Kohl

Zum Inhalt des Buches, das 2020 im Hamburger Carlsen Verlag erschien:

Jella Blume reicht’s: Sie möchte nicht in einer Welt groß werden, die immer mehr kaputt gemacht wird. Sie hat genug davon! Deshalb beschließt sie, etwas zu unternehmen. Sie kämpft gegen illegale Müllentsorgung und stellt sich mit einem Protestschild vor das Rathaus. Doch dann wirbelt ein Umzug aufs Land ihr Leben gehörig durcheinander. Sie findet schnell neue Freunde, aber ob sie wirklich alles schaffen kann, was sie sich vorgenommen hat? Sie will es unbedingt versuchen. Wer soll den Planeten denn sonst retten? Jella erkennt: „Wir sind nicht zu klein, um einen Unterschied zu machen. Wir sind viele!“

Die Bücher-Checker und die Betty-Reis-Gesellschaft freuen sich schon jetzt auf die im November stattfindende Preisverleihung, an der die diesjährige Preisträgerin Dagmar Hoßfeld genauso geehrt werden soll wie der Gewinner von 2020, Frank Maria Reifenberg, dessen Ehrung wegen der Pandemie im letzten Jahr leider nicht stattfinden konnte. Wir hoffen, mit beiden einen gemeinsamen Termin zu finden, den wir hier bekannt geben werden.

Video-Clip über den Betty-Reis-Buchpreis

Da wir coronabedingt im letzten Jahr nicht wie geplant die Preisverleihung des ersten Betty-Reis-Buchpreises durchführen konnten, haben wir stattdessen einen kurzen Imagefilm über den Buchpreis gedreht, in dem das Anliegen und die Arbeit der Betty-Reis-Gesellschaft und der Buchpreis-Juries aus Kinder und Jugendlichen der Grundschule Bogenstraße und der Geschwister-Scholl-Schule vorgestellt werden.

Der Clip wurde von Roman Holtwick umgesetzt und aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ gefördert.

Highlight für die junge Jury

Nachdem die Jugendjury sich im Juni auf den diesjährigen Preisträger des Betty-Reis-Buchpreises geeinigt hatte, gab es Mitte September ein nächstes und sehr besonderes Treffen.

Autor Frank Maria Reifenberg liest aus „Wo die Freiheit wächst“.

Bei einem Tagesausflug ins Kölner NS-Dokumentationszentrum gab es ein besonderes Highlight für die junge Buchpreis-Jury:

Die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule trafen auf den Autor und diesjährigen Preisträger Frank Maria Reifenberg. Dieser berichtete ausführlich über seine mehrjährige Recherche zum Buch „Wo die Freiheit wächst“, die u. a. auch im El- De-Haus, in dem sich das Dokumentationszentrum befindet und das von 1935 bis 1945 Sitz der Gestapo war, stattfand.

Als besondere Überraschung gab es noch eine kurze und exklusive Lesung für die Jugendlichen. Im Anschluss konnten sie Fragen stellen, auf die der Autor ausführlich einging. Zusätzlich hatte Frank Maria Reifenberg noch Zeitdokumente mitgebracht, bei denen Parallelen zur heutigen Zeit manchmal nicht zu übersehen waren. Die anschließende Führung durch das Haus, u.a. auch an Orte des Buches, war ebensfalls ein eindrucksvoller und einprägsamer Moment.

Gefängniszelle aus Gestapo-Zeiten

Mehr über den gemeinsamen Besuch in Köln gibt es auch auf der Webseite des Autors nachzulesen.

Die Preisverleihung des Betty-Reis-Buchpreises ist für den 10. Dezember in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule geplant. Es werden Autor sowie die Schirmherrin Lamya Kaddor erwartet.